Das schwarze Gold

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Hallo ihr Lieben,

heute mal ein ausführlicher Blogpost über das Thema Kompost. Kompost, kommt übrigens aus dem lateinischen und bedeutet zusammengesetzt. Und genau darauf hat man Einfluss wenn man einen eigenen Kompost hat.

Die Vorteile liegen auf der Hand

  • Entsorgungsweg ist kurz
  • Man hat Einfluss auf die Zusammensetztung s.o.
  • die Kinder lernen was aus Gartenabfällen werden kann (unsere Kleine war total begeistert beim sieben)
  • es ist günstig, denn einmal im Jahr Kompost auf die Beete ausgebracht erspart teuren Spezialdünger, der meiner Meinung nach auch total überbewertet wird

 

Was darf auf den Kompost?

Was darf nicht auf den Kompost?

  • Glas
  • Metalle
  • Kunststoff
  • Fäkalien
  • Wurzelunkräuter (Brennessel, Löwenzahn, Disteln, Giersch um nur ein paar zu nennen)

 

Wie fängt man denn nun an?

Man muss sich zunächst überlegen was für einen Behälter man haben möchte. Möchte man einen klobigen und hässlichen Schnellkomposter aus Plastik, oder hat man Zeit und nimmt einen klassischen Holzaufbau.

Oder hat man gar genug Platz für einen Haufen, ohne Umrandung? Ihr habt die Wahl.

Wir haben einen aus alten Paletten zusammengeschraubt und noch einen anderen aus alten Metallgittern.

Hat man sich für die Form entschieden sollte noch ein optimaler Standort gefunden werden, welcher am besten halbschattig (zum Beispiel unter einem Baum) liegen sollte. Warum? Damit der Kompost im Sommer nicht vollkommen austrocknet. Bei zuviel Nässe von oben sollte man den Kompost abdecken. Wichtig ist auch, dass der Kompost nicht auf einer gepflasterten Fläche steht. Denn die Feuchtigkeit sollte immer gut abtransportiert werden können. Für den Fall, dass ihr euch für den klassischen Weg entschieden habt.

Standort gefunden? Doch wie wird aufgeschichtet?

Vorsicht, jetzt wird es ein bisschen fachmännisch 😉

Fangen wir mal von vorne an mit ein bisschen Theorie:

Alle Mikroorganismen (also die, die den Abfall zu Kompost machen) ernähren sich von Kohlenstoffverbindungen. Neben den Kohlenstoffverbindungen benötigen die Mikroorganismen zur schnellen Vermehrung (Teilung) und für den Aufbau von Körpereiweißen vorallem Stickstoff. Für die Geschwindigkeit der Zersetzung ist also das Kohlenstoff:Stickstoff Verhältnis (kurz C:N Verhältnis)wichtig. Je höher der Stickstoffgehalt ist, je enger ist das C:N Verhältnis. Je niedriger der Sickstoffgehalt ist, desto weiter ist das C:N Verhältnis. Krautige Pflanzenteile besitzen ein enges C:N Verhältnis und werden schnell zersetzt. Holzige Pflanzenteile haben ein weites C:N Verhältnis und werden nicht so schnell zersetzt.

Es kommt also auf eine gute Mischung an!

Ich starte meist mit einer dicken Schicht ca 30cm Holzhäckseln. Diese saugen die Feuchtigkeit auf und schützt vor Nährstoffauswaschung. Damit genug Sauerstoff hineinkommt, gerne noch eine ähnlich dicke Schicht Äste, oder ähnlich sperriges Material. Meist entsteht der Mix nach und nach. Achtet einfach darauf nicht nur Grasschnitt und Obstreste, sondern zwischendurch auch etwas mit weitem C:N Verhältnis mit aufzuschichten.

Zur Aufbesserung und Binden der Säuren, die beim Zersetzungsprozess entstehen, kann man noch Kalk oder Algenkalk mit einschichten, jeweils dünn wie eine Schicht Puderzucker 😉

Fertiger Kompost ist braun, krümelig und riecht nach Waldboden.

Umsetzen?

Einmal im Jahr setze ich den Kompost um und siebe das grobe Material raus. Dieses Jahr ist eine beachtliche Menge zusammen gekommen, da ich das Umsetzten letzte Saison nicht geschafft habe. Es sind sage und schreibe 7 Schubkarren zusammen gekommen. So viel wie noch nie zuvor.

Das grobe Material was übrig bleibt, nehme ich immer mit in den neuen Haufen.

Was mir sonst noch dazu einfällt:

Es gibt sogenannte Kompostwürmer, die man sich auch im Internet bestellen kann. Diese sind größer als „normale Regenwürmer“ und tragen auch zu einer schnelleren Zersetzung bei. Einige Firmen verkaufen auch Kompostbeschleuniger, ob das wirklich schneller geht weiß ich nicht. Manche Dinge brauchen halt Zeit um richtig gut zu werden.

 

Wenn ihr noch Fragen oder Anregungen habt, kommentiert fleißig!

Bis bald!

 

 

Verlinkt bei: Einfach nachhaltig besser leben EiNaB

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Das schwarze Gold

  1. Hallo!
    Die Sache mit dem Kompost ist ja eine wahre Wissenschaft für sich. Jeder hat da so seine Geheimtipps 😉

    Grundsätzlich ist es eine ganz wunderbare Sache um den Boden zu düngen, auf natürliche Weise kommen die Nährstoffe wieder in den Boden zurück und man braucht keinen Kunstdünger.

    Schön, dass Du das Thema aufgreifst und danke fürs Verlinken zu EiNaB!

    lg
    Maria

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